Liebe Leserinnen und Leser,

„Die Gläubigen hielten an der Lehre der Apostel fest und an der Gemeinschaft, am Brechen des Brotes und an den Gebeten“ (Apg 2,42). So beschreibt die Apostelgeschichte die junge Kirche in Jerusalem. Es ist ein starkes, vielleicht auch idealisiertes Bild: Eine Gemeinschaft, die aus dem Hören auf Gottes Wort lebt, aus dem gemeinsamen Gebet und aus einer Solidarität, die niemanden übersieht.

Der heutige zweite Ostersonntag, den wir auch als „Sonntag der göttlichen Barmherzigkeit“ feiern, ergänzt dieses Ideal um eine entscheidende Dimension: Gemeinschaft gelingt nur dort, wo Menschen barmherzig miteinander umgehen – geduldig, vergebend und aufmerksam füreinander. Zugleich ist dieser Tag als „Weißer Sonntag“ mit der Taufe verbunden. Sie erinnert uns daran, dass wir in Christus miteinander verbunden sind, auch wenn Spannungen und Unterschiede bleiben. Das Fundament trägt mehr, als wir manchmal ahnen.

Wie lebendig und motivierend solche Gemeinschaft sein kann, wurde am Gründonnerstag in der Zeltkirche im Garten des Pfarrzentrums St. Michael erfahrbar: Christinnen und Christen aus der Freien evangelischen Gemeinde, der Evangelischen Lukasgemeinde und unserer katholischen Gemeinde St. Michael–Liebfrauen kamen zu einer ökumenischen Agapefeier zusammen. Gemeinsam Zeugnis zu geben von der Hoffnung, die uns trägt, tat gut – und machte Mut.

Davon wünsche ich mir mehr. Denn ein Miteinander „ein Herz und eine Seele“ (Apg 4,32), nicht idealisiert, sondern froh gelebt, ist ein starkes Zeichen in unserer Zeit.

In ökumenischer Verbundenheit,

Ihr Pfarrer
André Sühling

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13. April 2026 | Montag

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Die neue Marke der Pfarrei

Der Apostel Paulus schreibt von der Vielfalt der Gaben, die von dem einen Geist ausgehen und die kein Privatbesitz sind (s. 1 Kor 12,1-11). Wozu der Geist Gottes nicht alles bewegen kann! Jünger:innen führt er aus dem Rückzug in die Öffentlichkeit, aus der Sammlung in die Sendung.

Das findet sich auch in unserer Pfarrei: in der Vielfalt des Engagements, in der Unterschiedlichkeit der Personen, aber auch in der selbstkritischen Suche, wo wir uns als Gemeinde selbst genügen und den Auftrag, für andere da zu sein, ignorieren.