Liebe Leserinnen, liebe Leser,

manchmal scheint es, als kämen die schlechten Nachrichten im Stundentakt. Bilder von Überschwemmungen und Dürren, Meldungen von Kriegen in der Ukraine, im Sudan, im Iran und an vielen anderen Orten der Welt. Die Zerstörung von Natur und die Zerstörung menschlichen Lebens stehen oft erschreckend nah beieinander.

In seiner Botschaft zum 11. Weltgebetstag für die Bewahrung der Schöpfung erinnert Papst Leo XIV. daran, dass diese Krisen zusammenhängen. Eine verwundete Erde und eine friedlose Menschheit senden denselben Ruf: den Ruf nach Heilung und Frieden. Dabei greift er das starke Bild des Propheten Jesaja auf: „Dann werden sie ihre Schwerter zu Pflugscharen umschmieden“ (Jes 2,4).

www.vatican.va/content/leoxiv/de/messages/creation/documents/20260815-messaggio-giornata-curacreato.html

Eine schöne Utopie, doch leider unerreichbar, könnte man meinen. Doch diese Worte sind eine Einladung an uns alle. Wo können wir heute etwas, das trennt, in etwas verwandeln, das Leben fördert? Wo können wir aus Gleichgültigkeit Aufmerksamkeit machen, aus Wegwerfmentalität Verantwortung, aus Misstrauen neue Verbundenheit?

Papst Leo erinnert daran, dass Frieden im Herzen beginnt und von dort in unsere Beziehungen und in die Welt ausstrahlt. Die Bewahrung der Schöpfung ist deshalb kein Nebenthema, sondern ein konkreter Weg des Friedens.

Die ersten Schritte sind oft kleiner, als wir denken: ein Zeichen der Solidarität, Unterstützung für Menschen in Not, eine christliche standfeste Haltung gegen die lauter werdenden Stimmen von Spaltung und Ausgrenzung und ein verantwortlicher Umgang mit Ressourcen. Selbst ein ausgedientes Handy kann dazu beitragen. Unsere Pfarrei beteiligt sich an der missio-Handysammelaktion. Aus alten Geräten werden neue Chancen für Mensch und Umwelt. www.missio-hilft.de/mitmachen/aktion-schutzengel/handys-spenden/

Vielleicht beginnt so das Umschmieden der Schwerter zu Pflugscharen: Schritt für Schritt, Entscheidung für Entscheidung.

Einen gesegneten Sonntag wünscht Ihnen

Ihr Ralf Ellwardt, Diakon

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Der Apostel Paulus schreibt von der Vielfalt der Gaben, die von dem einen Geist ausgehen und die kein Privatbesitz sind (s. 1 Kor 12,1-11). Wozu der Geist Gottes nicht alles bewegen kann! Jünger:innen führt er aus dem Rückzug in die Öffentlichkeit, aus der Sammlung in die Sendung.

Das findet sich auch in unserer Pfarrei: in der Vielfalt des Engagements, in der Unterschiedlichkeit der Personen, aber auch in der selbstkritischen Suche, wo wir uns als Gemeinde selbst genügen und den Auftrag, für andere da zu sein, ignorieren.