Liebe Leserinnen und Leser!

„Mit der Bergpredigt lässt sich keine Politik machen“, so heißt es immer wieder. In gewisser Weise stimmt es auch. Im herkömmlichen Sinn lässt sich mit der Bergpredigt keine Politik machen. Das ist so. Jesus radikalisiert das Gesetz in derartiger Weise, dass alle gewohnten Kategorien dieser Welt und der herrschenden Politiken gesprengt werden. Er erfüllt das Gesetz und löst es in gewisser Weise ab durch die größere Gerechtigkeit des Gottesreiches.

Die gewohnten Kategorien der Politik und wozu sie führen, kennen wir nur zu gut als den Weltenlauf, den wir Tag für Tag erleben und hören: Krieg, Ausbeutung, Menschen, die auf der Strecke bleiben und Unterdrückung.

Die Bergpredigt will genau das unterlaufen und ein Ende damit machen. Was Jesus dort vorschlägt, ist nicht die Verdopplung des Elends der Welt, sondern der Bruch damit. In Bezug auf die Feindesliebe heißt das: Statt weiter zu hassen und Kriege zu führen, aus diesem Teufelskreislauf der Logik des Krieges auszusteigen und dem Mythos der erlösenden Gewalt zu widerstehen. Das ist der Auftrag, den er mitgibt.

Gerade in Kriegszeiten wie heute wird das nicht gerne gehört, weil die Bergpredigt eine Kampfansage an diese todbringende Politik des Krieges ist. Die „Anti-Politik“ des Gottesreiches wurde bisher selten ausprobiert. Lieber ein anderes mögliches Leben als die Wiederholung des Elends der Welt. Die Welt Kopf stehen lassen, nicht nur an Karneval.

Das wünscht Euch/Ihnen

 

Jan Henrik Röttgers
Kaplan

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Der Apostel Paulus schreibt von der Vielfalt der Gaben, die von dem einen Geist ausgehen und die kein Privatbesitz sind (s. 1 Kor 12,1-11). Wozu der Geist Gottes nicht alles bewegen kann! Jünger:innen führt er aus dem Rückzug in die Öffentlichkeit, aus der Sammlung in die Sendung.

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