Liebe Gemeinde,

auf einer Radtour am Pfingstmontag durchs Münsterland kam ich am Wasserschloss Darfeld vorbei – ein Ort der Stille, der zur Betrachtung einlädt. Dort stieß ich auf die Spuren der seligen Maria Droste zu Vischering, die hier auf dem Familiensitz aufwuchs. Als Schwester Maria vom Göttlichen Herzen prägte sie ihre Berufung. Im Kloster Porto (Portugal) vertieften sich ihre mystischen Erfahrungen. Am 25.05.1899 veröffentlichte Papst Leo XIII. die Enzyklika Annum sacrum, mit dem 11. Juni als Tag der Weihe der Welt an das Heiligste Herz Jesu. Sie erfuhr von der Weltweihe, erlebte den Herz-Jesu-Tag jedoch nicht mehr; sie verstarb am 08.06.1899 während der Vesper zum ersten Herz-Jesu-Hochfest mit 35 Jahren an Knochentuberkulose. Am 01.11.1975 wurde Sr. Maria vom Göttlichen Herzen von Papst Paul VI. seliggesprochen. In der kommenden Woche feiern wir am Montag ihren Gedenktag.

Was mich anspricht: Ein Wort von Dietrich Bonhoeffer bleibt mir: „Das Gebet in der Frühe entscheidet über den Tag.“ So wie der Körper Nahrung braucht, braucht die Seele Gebet. Es wirkt beruhigend gegen Stress und stärkt das Herz.

Die selige Schwester Maria war eine betende Frau. Im Gebet fand sie Kraft für ihre Arbeit: „Von der Betrachtung hängt alles ab. Mache ich sie gut, geht alles gut; mache ich sie nachlässig, ist alles nachlässig. Darum großer Eifer und Treue in der Betrachtung, sie gut vorzubereiten, die Zeit zu nutzen, sich oft an den Gegenstand zu erinnern.“

Vielleicht eine heutige Einladung: Nicht aufhören zu beten. Paulus erinnert: „Hört nicht auf zu beten“ (1 Thess 5,17). Bleibt in Kontakt mit Jesus. Als Jesus auf dem Berg Tabor betete, veränderte sich sein Antlitz. Beten verändert. Betende Menschen strahlen – und geben innere Kraft.

Ihr/Euer
Raja Mandala, Pastor

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7. Juni 2026 | Sonntag

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Der Apostel Paulus schreibt von der Vielfalt der Gaben, die von dem einen Geist ausgehen und die kein Privatbesitz sind (s. 1 Kor 12,1-11). Wozu der Geist Gottes nicht alles bewegen kann! Jünger:innen führt er aus dem Rückzug in die Öffentlichkeit, aus der Sammlung in die Sendung.

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