von Dnalor 01 - Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0

Rom im Februar 2025

Sind Sie in Rom schonmal durch eine Heilige Pforte geschritten?

Die Gelegenheit dazu gibt es jedenfalls eher selten. Unter normalen Umständen werden die Pforten nur alle 25 Jahre geöffnet, wenn die Katholische Kirche ein Jubeljahr begeht. 2025 ist das wieder der Fall. Bei einer Wallfahrt mit dem Priesterseminar Borromaeum haben wir gleich mehrere Heilige Pforten an den Eingängen zu bedeutenden Kirchen durchschritten.

Besonders anregend war es für mich an der päpstlichen Basilika „Sankt Paul vor den Mauern“. Nach einem kurzen Kniefall mit Berührung der massiven Türflügel tritt man in den Kirchenraum. Und was für ein Raum das ist! Mein spontaner Eindruck war, dass die Weite dieser Kirche selbst die Wuchtigkeit des Petersdoms noch übertrifft. Das liegt sicher daran, dass „Sankt Paul vor den Mauern“ zwar durchaus kunstvoll, aber dennoch nüchterner gestaltet ist, mit weniger Statuen, Seitenkapellen und Grabmälern. Stattdessen eröffnet sich einfach eine große, breite – fünfschiffige! – Halle, die viel Platz zum Staunen lässt.

Die Heiligen Pforten sollen uns Pilger an das Wort Christi erinnern, der von sich selbst gesagt hat: „Ich bin die Tür; wer durch mich hineingeht, wird gerettet werden; er wird ein- und ausgehen und Weide finden.“ (Evangelium nach Johannes 10,9) Das Innere von „Sankt Paul vor den Mauern“ hat mir deutlich gemacht: Der christliche Glaube gibt meinem Leben einen weiten, schönen Raum. Dort kann man sich gut bewegen, es gibt verschiedene Standorte und Blickwinkel. Dort ist Luft zum Atmen. Und dort fühle ich mich geborgen, auch durch die Stürme des Lebens hindurch.

Falls es Sie im Heiligen Jahr 2025 nach Rom verschlägt, lege ich Ihnen einen Gang durch die Heiligen Pforten in diesem Bewusstsein nahe – Unser Glaube an Jesus Christus macht das Leben groß und weit und schön.

Saluti da Roma,

Ihr Diakon Jonas Mieves

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23. Februar 2025 | Sonntag

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23. Februar 2025 | Sonntag

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