Liebe Leserinnen und Leser!

„Ich werde euch zu Menschenfischern machen.“

Ein Satz, der erst einmal irritiert. Diesen Beruf gab es damals nicht – und heute ebenso wenig. Auch bleibt die Stellenbeschreibung vage: unklare Aufgabenbeschreibung, kein Gehalt, keine feste Laufzeit. Trotzdem wirkt Jesu Ansprache und verändert das Leben seiner ersten Jünger für immer.

Er spricht in ihre ganz normale Alltagssituation hinein: am See von Galiläa, mitten im Arbeitstag, mitten im Tun. Keine lange Vorlaufzeit, kein Bewerbungsgespräch, kein Fortbildungsprogramm. „Kommt her, folgt mir nach.“ Und sie lassen die Netze liegen.

Das Faszinierende: Jesus beruft keine religiösen Profis, sondern Menschen mit handfestem Beruf, mit schmutzigen Händen und festen Routinen. Er überfordert nicht, sondern lädt ein: Vertraut auf mich: In meiner Nähe werde ich euch verwandeln. Aus dem, was ihr könnt, aus dem, was euch ausmacht, entsteht etwas Neues.

Auch heute ruft Jesus mitten hinein in unseren Alltag: ins Büro, in die Familie, in Kita, Schulen und in unsere Pfarrei. Menschenfischer – das klingt groß, meint aber oft ganz unspektakuläre Dinge: zuhören, Hoffnung teilen, standhalten, einladen, ermutigen. Netze aus Gesprächen knüpfen statt Mauern hochziehen. Vertrauensnetze, die einander tragen und nicht verstricken. Jesus vertraut seinen Jüngern und sie setzen ihre Hoffnung auf ihn.

Wer weiss, welche Netze wir in dieser Woche auswerfen? Und welche wir vielleicht auch einmal liegen lassen dürfen.

Einen gesegneten Sonntag wünscht Ihnen

 

Ralf Ellwardt
Diakon

Kommende Veranstaltungen

26. Januar 2026 | Montag

kfd St. Sebastian

27. Januar 2026 | Dienstag

kfd Liebfrauen-Überwasser

27. Januar 2026 | Dienstag

Ausstellung „Verloren – gefunden“

28. Januar 2026 | Mittwoch

Gemeindeausschuss (GA) St. Sebastian

Neuigkeiten

Kontakt

Am 1. Dienstag im Monat sind die Pfarrbüros wegen eines Dienstgespräches geschlossen.

Sie haben Fragen, Anregungen oder Kritik? Wir freuen uns über Ihre Kontaktaufnahme!

Nutzen Sie gerne unser Kontaktformular, schreiben Sie uns an liebfrauenueberwasser-muenster@bistum-muenster.de
oder wenden Sie sich direkt an eins unserer vier Pfarrbüros.

Die neue Marke der Pfarrei

Der Apostel Paulus schreibt von der Vielfalt der Gaben, die von dem einen Geist ausgehen und die kein Privatbesitz sind (s. 1 Kor 12,1-11). Wozu der Geist Gottes nicht alles bewegen kann! Jünger:innen führt er aus dem Rückzug in die Öffentlichkeit, aus der Sammlung in die Sendung.

Das findet sich auch in unserer Pfarrei: in der Vielfalt des Engagements, in der Unterschiedlichkeit der Personen, aber auch in der selbstkritischen Suche, wo wir uns als Gemeinde selbst genügen und den Auftrag, für andere da zu sein, ignorieren.