Am Sa., 30.05. spielt ein Projektorchester des Studierendenorchester Münster unter Beteiligung zahlreicher Musikerinnen und Musiker diverser Orchester der Region um 19:30 Uhr in St. Theresia ein frühlingshaftes Konzert: Auf die Ouvertüre zu Goethes „Meeresstille und glückliche Fahrt“ von Felix Mendelssohn-Bartholdy folgt die titelgebende „Frühlingssinfonie“, die 1. Sinfonie von Robert Schumann. Die Überschriften „Meeres Stille“ und „Glückliche Fahrt“ könnten Idealbedingungen für die Überfahrt von Sizilien nach Neapel bezeichnen – nicht jedoch zur Zeit Goethes und der Segelschifffahrt. Bei seiner Fahrt über das tyrrhenische Meer fürchtet dieser die Gefahr eines Schiffbruchs vor Capri, während einer Flaute – der Meeresstille –, bevor doch der erlösende Wind aufkommt und die Fahrt sicher fortgesetzt werden kann. Die lyrisch-kunstvolle Gegenüberstellung Goethes regte Felix Mendelssohn Bartholdy zur Komposition einer Ouvertüre an, die die Stimmungen in ein gedämpft-ruhiges, aber andeutungsvolles Adagio und ein beschwingtes Molto allegro e vivace übersetzt. Eine ganze Sinfonie aus einer poetischen Idee abzuleiten, vermochte Robert Schumann mit seinem ersten Werk der großen Form: „O wende, wende deinen Lauf / Im Thale blüht der Frühling auf!“ von Adolf Böttger könnte die Inspiration für den Trompeteneinsatz im ersten Satz gewesen sein, welcher formgebend für die ganze Sinfonie wirkt. Ohne dabei Programmmusik zu sein, entwickelt die im „Frühlingsdrang“ komponierte Sinfonie musikalisch den heiteren Gedanken des Frühlings und nahenden Sommers.
Der Eintritt ist frei, um eine Spende wird gebeten!