Was, wenn die sieben Todsünden nicht nur Relikte aus einer vergangenen Zeit sind, sondern heute stärker denn je unser Handeln bestimmen? Die Ausstellung „Die sieben Todsünden“ von Heidi Seemann (08.03. – 18.04.) in der Überwasserkirche stellt genau diese Frage. In einer Zeit der Krisen, der Gier, des Hasses und der Maßlosigkeit konfrontieren ihre großformatigen Gesichter den Betrachter direkt und zwingen ihn zur Reflexion.
Warum diese Ausstellung relevant ist?
Gesellschaftlicher Nerv: Sind die Todsünden heute noch Sünden oder längst akzeptierte Lebensstile?
Eine sakraler Raum als Kunstort: Was bedeutet es, solche Werke in einer Kirche zu zeigen?
Eine neue Interpretation alter Begriffe: Die Ausstellung zeigt keine biblische Moralpredigt, sondern ein psychologisches und gesellschaftliches Spiegelbild unserer Zeit.
Mit dieser Ausstellung setzt Heidi Seemann ein Zeichen: Es gibt keine Unschuld durch Wegsehen!
Herzliche Einladung zur Vernissage am Sa., 08.03. um 18 Uhr im Anschluss an die Vorabendmesse.
An den Samstagen in der Fastenzeit (15.03. – 12.04.) wird es um 12 Uhr einen Impuls / eine Andacht zu den einzelnen Kunstwerken geben.
Auch hat die Künstlerin das diesjährige Hungertuch „Handlungen“ gestaltet, das mit der Darstellung der Tugenden einen Gegenpart zu den Todsünden aufzeigen möchte.