Abschied von der Kita St. Nikolaus

Großes Fest zum Ende einer langen Geschichte

Mit einem großen Fest auf dem Gelände des Kapuzinerklosters haben Kinder, Eltern, Mitarbeitende und Wegbegleiter Abschied von der katholischen Kindertageseinrichtung St. Nikolaus genommen. Zwar war der Betrieb bereits im vergangenen Jahr aus dem Gebäude an der Wilhelmstraße ausgezogen, doch nun endete auch die Geschichte der Einrichtung in Trägerschaft der Kirchengemeinde Liebfrauen-Überwasser.

Das eigentliche Kita-Gebäude konnte für das Abschiedsfest nicht mehr genutzt werden. Nachdem die marode Immobilie bereits verlassen werden musste, war die Einrichtung in das Pfarrzentrum St. Theresia umgezogen. Dort wird der Betrieb bis zum 24. Juli fortgeführt.

Die Kirchengemeinde hatte zuvor beschlossen, die Trägerschaft zum Ende des Kita-Jahres aufzugeben. Ein Neubau an der Wilhelmstraße hatte sich nach einer Machbarkeitsstudie als nicht realisierbar erwiesen. Auch ein geeigneter anderer Standort in der Innenstadt konnte trotz intensiver Suche nicht gefunden werden. „Es schmerzt uns sehr, dass wir diese traditionsreiche Einrichtung aufgeben müssen“, erklärte Pfarrer André Sühling und ergänzt: „Gleichzeitig bin ich dankbar für alles, was an der Wilhelmstraße über mehr als 50 Jahre für Kinder und Familien geleistet worden ist.“

Die Kita St. Nikolaus war 1972 am Standort Wilhelmstraße eröffnet worden. Das Gebäude war damals sogar mit einem Architekturpreis ausgezeichnet worden. Über viele Jahrzehnte hinweg wurden dort Kindergarten- und Hortkinder betreut. Später entfiel die Schulkindbetreuung, dafür kam eine Gruppe für Kinder unter zwei Jahren hinzu. Viele Mitarbeitende prägten die Einrichtung über Jahrzehnte hinweg und begleiteten mehrere Generationen von Familien.

Im Mittelpunkt des Abschiedsfestes stand auch die Verabschiedung von Leiterin Monika Rolfes, die nach mehr als vie Jahrzehnten in der Einrichtung in den Ruhestand geht: „35 Jahre lang durfte ich als Leitung Kinder auf einem Stück ihres Lebens begleiten. Dafür bin ich sehr dankbar. St. Nikolaus war für viele Familien weit mehr als nur eine Kita“, fasste sie zusammen. Ebenfalls in den Ruhestand verabschiedet wurde die langjährige Mitarbeiterin Brigitte Raschke.

Verbundleiterin Stefanie Heider dankte den Mitarbeitenden für ihr großes Engagement sowie den Eltern für ihr Vertrauen. Ein besonderer Dank galt außerdem der Gemeinde St. Theresia, die zur Pfarrei Liebfrauen-Überwasser gehört, und die der Kita seit dem Umzug ihr Pfarrzentrum zur Verfügung gestellt hatte.

„Uns war wichtig, dass sowohl die Kinder als auch die Mitarbeitenden eine gute Perspektive erhalten“, erklärte Stefanie Heider. Deshalb sei der Übergang frühzeitig vorbereitet worden. Alle Mitarbeitenden erhielten ein Angebot zur Weiterbeschäftigung in einer anderen Einrichtung des Verbundes. Auch allen verbliebenen Familien wurde ein Betreuungsplatz für die Kinder innerhalb des Verbundes angeboten. Alle Nikolauskinder können in der Kita St. Theresia gemeinsam mit einigen ihnen vertrauten pädagogischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern weiterbegleitet werden

Aus den Westfälischen Nachrichten: