29.02.2020

29.02.2020 | Samstag

Vergangenheit erinnern – Zukunft gestalten, 75 Jahre Ende des Zweiten Weltkrieges

Anlässlich des 75. Jahrestages des Endes des Zweiten Weltkrieges findet u. a. in der Liebfrauen-Überwasserkirche in diesem Jahr eine Veranstaltungsreihe statt.

Mit dem Zweiten Weltkrieg sind die größten Verbrechen gegen die Menschheit, der erstmalige militärische Einsatz von Atomwaffen und unendliches Leid unauflöslich verbunden. Seine Auswirkungen und Nachwirkungen sind bis heute zu spüren.
Am Samstag, 29.02. eröffnet die Ausstellungsreihe um 19:30 Uhr in der Liebfrauen-Überwasserkirche mit der Veranstaltung „Tenebrae factae sunt – Finsternis brach ein: Klänge und Bilder- Gedenken und Erinnern“: Die Liturgie der Nächte, z.B. vor dem Karfreitag, hatte an den italienischen Höfen des 17. Jahrhunderts eine beeindruckende symbolische Dramaturgie. Von Carlo Gesualdo di Vinose (1566-1613), dem melancholischsten unter den italienischen Madrigalkomponisten, ist ein Zyklus der anrührenden Vertonungen dieser Texte erhalten: die Sammlung mit sechsstimmigen Responsorien im chromatischen Stil. Umrahmt werden die Gesualdo-Motteten von Musik aus der Spätrenaissance (Orlando di Lasso, Antonio Vivaldi, Martin Luther) und der klassischen Moderne (Arvo Pärt, Jean Langlais, Erhard Mauersberger, Frank Michael, Christopher Deane, Naji Hakom) über den Psalm „de Profundis“ und der Bitte um Frieden „Da pacem, domine“ So prägen Bitte und Hoffnung das Bild der Menschen zu allen Zeiten. Eigens für dieses Konzert komponierte Soundscapes des Komponisten Max Hundelshausen (Musikhochschule Detmold) umrahmen das musikalische Programm ebenso wie Videoinstallationen, die den Kirchenraum neu erlebbar machen und in mystisches Licht tauchen will.
Ausführende: Vokalensemble Colvoc Detmold-Leipzig, Piotr Techmanski und die Gregorianik-Schola Marienmünster und Corvey, Elisabeth Schnippe (Sopran) und Rainer Schnippe (Orgel), Reinhard Klinkemeier (Percussion) und das Streicher-Ensemble LIGNUM.
Der Eintritt ist frei!