Weihnachten 2020

Liebe Leserinnen und Leser,

die Adventszeit ist eine Zeit, wo viele Sehnsüchte und Erinnerungen aufbrechen – vielleicht in diesem Jahr unter Corona-Bedingungen in besonderer Weise, wo viele spürbar mit Ungewissheit, Ohnmacht und der Zerbrechlichkeit des Lebens konfrontiert sind.

Was sagt unser christlicher Glaube dazu? Er bezeugt nicht, dass alles im Leben gut gehen wird. Er zeichnet auch nicht, wie die Illusion, eine heile Welt auf, die alles beschönigt und leider nicht der Wirklichkeit entspricht. Er führt schon gar nicht, wie der Pessimismus, in die Resignation oder Verzweiflung.

Vielmehr gibt der christliche Glaube die Kraft, herausfordernde, ja unerträgliche Lebenssituationen durchzustehen. So bezeugt die biblische Überlieferung einen Gott, der uns auch in den dunklen Stunden unseres Lebens nicht allein lässt, sondern der sich vielmehr als der „Ich bin der ´Ich bin da`“ (Exodus 3, 14) offenbart hat, also als ein Gott, der für uns da ist, auch im größten Unglück, und der unser Leben in seinen Händen hält.

Das Grundwort des Advents heißt „auf“. Es ist schon ein nahezu österliches Wort. Vom Schlafe aufstehen – sich aus der gebückten und niedergedrückten Haltung erheben – von unten weg nach oben schauen, aufschauen – Gleichgültigkeit aufgeben – die Botschaft aufnehmen – sich aus aller Resignation aufrichten lassen – aufrecht gehen und leben – aufmerksam sein – sich mit der Verheißung und Zusage Gottes auf den Weg machen – den Aufbruch wagen.

Die Grundbewegung von Weihnachten heißt „auf uns zu“. Es ist dies die Dynamik, die Gott in seiner Menschwerdung in Jesus zeigt. Sie ist der Grund für das „Auf“ und die Hoffnung. „Emmanuel, Gott mit uns“, so bekennen wir ihn, der vertraut ist mit unseren Grenzen und dem wir uns anvertrauen können. Er verleiht uns die Hoffnung, dass wir mitten in den Katastrophen dieser Welt und unseres eigenen Lebens nicht wie gelähmt erstarren oder uns verkrümmen, sondern uns aufrichten dürfen, denn „für Gott ist nichts unmöglich“ (Lukasevangelium 1, 37).

„Auf“ und „auf uns zu“ und wir „auf Andere zu“ als Hoffnungstragende, die auf den „Gott mit uns“ vertrauen: Diese Bewegung und Dynamik wünsche ich Ihnen von Herzen nicht nur in den weihnachtlichen Tagen, sondern durch das neue Jahr hindurch.

Frohe Weihnachten und ein gesegnetes Jahr 2021!

Ihr

André Sühling, Pfarrer

 

 

 

Alternative Angebote im Netz

„Der Stern des Königs“ – Krippenfeier im Livestream aus der Michaelkirche

Die Krippenfeiern am 24.12.2020 im Schlossgarten finden nicht statt!

Trotzdem muss niemand auf eine Krippenfeier verzichten: um 15.00 Uhr streamen wir über die Homepage der Pfarrei aus der Michaelkirche. Alle, die sich so auf Weihnachten einstimmen möchten, alle Familien und Kinder, sind herzlich dazu eingeladen, daheim mitzufeiern, mitzubeten, mitzusingen und so mit dem Krippenspiel „Der Stern des Königs“, dem Geheimnis von Weihnachten ein wenig mehr auf die Spur zu kommen.

Das Krippenspiel wurde in den letzten Monaten von Kindern und Jugendlichen aus der gesamten Pfarrei Liebfrauen-Überwasser mit viel Geduld, Engagement und großer Unterstützung durch den Kinder- und Jugendchor St. Michael/Überwasser einstudiert und als Film aufgenommen.

Das Krippenspiel wird auch nach Liveübertragung, über den „youtube“-Kanal der Pfarrei zu sehen sein.

 

 

GOTTESDIENSTE live im Netz (www.bistum-muenster.de oder www.kirche-und-leben.de):

 

 

 

Krippensuche

Einladung zu einer Entdeckungsreise für Familien

Jubelnde Engel. Wandernde Hirten. Betende Könige. Sie alle sind an den Weihnachtskrippen zu sehen. Im Dom, in Gievenbeck und Handorf, in Kinderhaus und Wolbeck. Wie unterschiedlich die Krippen in Münster sind! Es gibt so viel zu sehen. Man kommt aus dem Staunen gar nicht heraus: Seht ihr im Hintergrund den Prinzipalmarkt und das Rathaus? Was macht denn Papst Franziskus an der Krippe? Was bedeutet die komische Schrift über dem Stall? Und warum steht denn da hinten der König Herodes?

Wir laden euch und eure Familien zu einer Entdeckungsreise ein. Zu einem großen Suchspiel zwischen Weihnachten und Neujahr. Wir haben für euch 15 Krippen in 15 Münsteraner Kirchen ausgewählt. Aber welche Weihnachtskrippe steht in welcher Kirche? Geht auf Krippensuche. Ihr findet die Bilder der Kirchen und die Bilder der Krippen in unserer "Such-App".

Was braucht ihr? Natürlich viel Neugierde, offene Augen und einen guten Spürsinn. Dann braucht ihr ein Tablet oder ein Handy mit Internetzugang. Ladet euch die „Krippensuche-App" herunter. Und los geht’s. Ach ja, ihr braucht auch noch euren Mund-Nasen-Schutz beim Betreten der Kirchen. Das ist etwas lästig, aber hilft allen. Und achtet darauf, dass ihr an der Krippe etwas Abstand zu den anderen Gästen haltet.

Die Krippensuche startet am 1. Weihnachtstag (25.12.) um 12.00 Uhr mittags und endet am 31.12. (Silvester) um Mitternacht. Die App kann ab dem Startpunkt dann hier heruntergeladen werden: bit.ly/krippensuche. Und los geht’s. Alle weiteren Infos zur Krippensuche findet ihr auf der App.

Alle Kirchen sind tagsüber zwischen 9.00 und 18.00 Uhr geöffnet. Und wenn dort gerade noch ein Gottesdienst stattfindet, habt einen Augenblick Geduld.

Wird es eine Familie schaffen, alle Krippen und Kirchen richtig zuzuordnen? Wir sind gespannt. Für die drei eifrigsten Familien mit den meisten richtigen Lösungen gibt es große Überraschungspakete. Was drin ist? Das können wir euch doch vor Weihnachten nicht verraten...

Viel Spaß bei der Krippensuche. Und freut euch daran, wie unterschiedlich Menschen von der Geburt Jesu erzählen. Da kommen wir aus dem Staunen nicht heraus!

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