Ostergruß

Liebe Leserinnen und Leser,
liebe Christen in der Pfarrei Liebfrauen-Überwasser,

in diesem Jahr begehen wir erstmals das Osterfest, das zentrale Fest unseres Glaubens, ohne die Möglichkeit zu öffentlichen Gottesdiensten in unseren Kirchen zusammenzukommen – und es wird so manchem bewusst, welche Bedeutung für uns Christen die gottesdienstliche Versammlung hat.

Auch wenn vieles in dieser krisengeschüttelten Zeit abgesagt wird: Ostern ist es nicht!

Die Evangelien erzählen von den tastend fragenden und verstörten Versuchen der Jüngerinnen und Jünger Jesu, das österliche Geschehen, die Botschaft von der Auferstehung und des Sieges des Lebens über den Tod zu verstehen. Und obwohl ihre Augen gehalten, ja wie blind sind (s. die Emmauserzählung im Lukasevangelium, Kap. 24), machen sie die Erfahrung, dass Ostern in sie einbricht. Denn: „Mit Gott geht das Leben nie zugrunde.“ (Papst Franziskus beim Segen Urbi et Orbi am 27.03.20)

Eine „Sehhilfe“ dazu bietet der Wunsch des ehemaligen Aachener Bischofs Klaus Hemmerle, den ich Ihnen gerne weiterreiche:

Ich wünsche uns Osteraugen,
die im Tod bis zum Leben sehen,
in der Schuld bis zur Vergebung,
in der Trennung bis zur Einheit,
in den Wunden bis zur Heilung.

Ich wünsche uns Osteraugen,
die im Menschen bis zu Gott,
in Gott bis zum Menschen,
im ICH bis zum DU
zu sehen vermögen.

Und dazu wünsche ich uns
alle österliche Kraft und Frieden,
Licht, Hoffnung und Glauben,
dass das Leben stärker ist als der Tod.

Frohe und gesegnete Ostern!

Ihr Pfarrer André Sühling

 

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Diakon Thomas Mayr hat auf unserem YouTube-Kanal Liebfrauen-Überwasser Münster einen hoffnungsvoll-fröhlichen Ostergruß eingespielt, zu dem er zentrale Gesänge der Osterliturgie (Exsultet, Evangelien) aufgenommen hat. Hören Sie rein!

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